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Atomkraft ist keine Alternative

Die Nutzung der Atomkraft birgt unkalkulierbare Risiken. Die Unfälle von Harrisburg und Tschernobyl haben das hinlänglich gezeigt.
Nachtaufnahme eines beleuchteten Atomkraftwerkes

Die Idylle trügt: Die Gefahren der Atomenergie sind sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich nicht vertretbar. Bild: photocase

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Drei schwere Atomunfälle gab es bereits

Im sog. Atomkonsens hat Deutschland den geregelten Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Nach Mülheim-Kärlich 2000 und Stade 2003 geht noch 2005 des AKW Obrigheim als dritter Reaktor vom Netz. Obrigheim ist das derzeit älteste noch betriebene Atomkraftwerk Deutschlands.
 
Der Grund für den Ausstieg sind in erster Linie die unkalkulierbaren Riskien der Kernkraft:
 

  • Im Falle einer Reaktorkatastrophe würde Leid und Sachschaden in unermesslichem Ausmaß entstehen.
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls ist zwar niedrig, das heißt aber nicht, dass es nicht passieren kann. Ein Unfall kann in tausend Jahren oder in einem Monat eintreten.
  • Die Halbwertszeit einiger im Atommüll enthaltener Substanzen liegt im Bereich von zehntausenden bis hunderttausenden Jahren. Kein Endlager bietet Sicherheit für einen solchen Zeitraum.
  • Die atomare Gefahr durch Terrorismus und Krieg wird auch durch die Nutzung der Kernkraft zur Energieerzeugung geschürt.
 
Die Unfälle in den Atomkraftwerken von Harrisburg (USA) 1979 und Tschernobyl (damals UdSSR, heute Ukraine) 1986 haben hinlänglich gezeigt, dass die Bedrohung durch Unfälle in Atomkraftwerken real ist, auch im angeblich so sicheren Westen.
 
Eine Nuklearkatastrophe, die in ihrem Ausmaß der Umweltkontaminierung verheerender gewesen sein soll als die von Tschernobyl, wurde 32 Jahre lang vom Regime der damaligen UdSSR geheim gehalten: 1957 ereignete sich in Kyschtym die Explosion eines Tanks mit hochkontaminierter Flüssigkeit. In der Anlage im südlichen Ural wurde strahlender Müll aus Atomkraftwerken für Atomwaffen wiederaufbereitet. Laut der Zeitung „Die Welt“ sollen 1000 Menschen bei dem Unfall ums Leben gekommen sein.
 
Über den Vorwand einer „zivilen Nutzung der Kernenergie“ sind Länder in politisch instabilen Regionen in den Besitz von Atomwaffen gelangt, beispielsweise Indien und Pakistan. Nordkorea hat derzeit zwei Atomkraftwerksbaustellen im Land. Sehr aktuell ist der Streit der internationalen Gemeinschaft mit dem Iran, der trotz riesiger Ölreserven behauptet, zivile Kernenergienutzung betreiben zu wollen.

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Auch Uran ist knapp

Doch selbst wenn die Atomkraft frei von Risiken wäre: Die weltweiten Vorkommen an „wirtschaftlich förderbarem“ Uran werden mit dem aktuellen weltweiten Kraftwerkspark in 80-100 Jahren verbraucht sein. Mit der Technik des Atomkraftwerktyps „Schneller Brüter“ kann das Uran wiederaufbereitet werden, damit könnte diese Zeit also verlängert werden, das aber würde technische Innovationen und Neubauten in dieser waghalsigen Sparte nötig machen.
 
Laut IAEA (Internationale Atomenergiebehörde) befinden sich weltweit derzeit 29 Atomkraftwerke im Bau. Die älteste dieser Baustellen wurde 1975 begonnen, die jüngsten Grundsteine sind von 1985. Nur von den beiden in Nordkorea ist der Baubeginn unbekannt. Vermutlich sind dies die neuesten Baustellen mit Baubeginn Ende der 1990er Jahre. Welche der weltweiten Bauprojekte noch abgeschlossen werden, ist nicht mit Sicherheit zu sagen.
 
In den westeuopäischen Staaten gibt es derzeit nur in Finnland eine Neubauentscheidung für ein Atomkraftwerk. Keines der europäischen Länder, die bislang auf Atomkraft verzichten, beispielsweise Dänemark, Österreich und Polen, plant derzeit einen Einstieg in die Kernkraftnutzung.

Schlichtweg unkalkulierbar: die Atomenergie

Das Haftpflichtrisiko für das immense Gefährdungspotenzial der Atomkraftwerke trägt in Deutschland faktisch der Staat, also der Steuerzahler. Die Betreiber von Atomkraftwerken müssen pro betriebenem Meiler eine Deckungsvorsorge für Schadensfälle von 2,5 Mrd. Euro bereithalten. Bis zur Novellierung des Atomgesetzes 2002 waren es sogar nur 250 Millionen, also ein Zehntel.
 
Für den Fall eines GAUs („Größter anzunehmender Unfall“ – also eine Kernschmelze) ist dieser Betrag mit äußerster Skepsis zu betrachten: Laut IPPNW (Deutsche Sektion der Ärtze zur Verhütung des Atomkrieges) kommt eine seriöse Schätzung der Schadenssumme eines GAUs auf über 5.000 Milliarden Euro. In einem solchen Fall betrüge die Deckungsvorsorge des Betreibers also ca. 0,1% des tatsächlichen Schadens.
 
Das zeigt: die mit der Nutzung der Kernenergie verbundenen Risiken sind buchstäblich unkalkulierbar – nicht nur moralisch, sondern auch wirtschaftlich.

 

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