Barrierearme Website. direkt zum Inhalt. direkt zum Hauptmenü.
 
 

Mensch & Umwelt

Seite 1 von 2 »

Geräuschemissionen von Windkraftanlagen

Die Geräuschemissionen von Windkraftanlagen wurden in den letzten Jahren drastisch reduziert. Die Grenzwerte werden schon in geringem Abstand eingehalten.
Von der Gondel aus aufgenommenes Bild der Spitze eines Rotorblattes mit einem Loch

Blitzschaden an einem Rotorblatt: Durch einen Schaden wie diesen nimmt der Geräuschpegel einer Windkraftanlage deutlich zu. Das zeigt, wie optimiert die Rotorblätter zur Geräuschminimierung sind.

Downloads:

Windkraftanlagen sind leise

Die Schallemissionen von Windkraftanlagen wurden 2001 vom Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen untersucht. Schall und Lärm sind allerdings ein diffuses Studienfeld, denn zum einen ist die Gesamt-Geräuschsituation von Windkraftstandorten wegen der Vielzahl äußerer Bedingungen, die hierfür eine Rolle spielen, stets unterschiedlich.
 
Wie stark die Geräusche einer Windkraftanlage wahrgenommen werden, hängt maßgeblich von der Stärke der windbedingten Fremdgeräusche ab, also dem Rauschen des Windes bspw. in Bäumen, in Kornfeldern oder an Hauskanten, sowie davon, in welche Richtung der Wind die Geräusche der Anlage transportiert.
 
Da Windkraftanlagen nur dann Geräusche verursachen, wenn es windig ist, und die Geräuschemission erst mit der Windstärke steigt, überdecken an vielen Standorten schon in einigen Metern Entfernung die Fremdgeräusche diejenigen der Windkraftanlage vollständig.
 
Zum anderen werden Beeinträchtigungen aus Lärm und Geräuschen – so die Lärmwirkungsforschung – vom Menschen nur zu einem dritten Drittel aus physikalisch erklärbaren Phänomenen, also der akustischen Druckwelle, hervorgerufen. Den Rest bilden unter anderem psychologische Aspekte. Die Meinung eines Menschen zu einem Geräusch tendiert bspw. umso mehr in Richtung einer Beeinträchtigung oder Belästigung, wenn dieser eine negative Grundhaltung zur Quelle des Geräusches hat. Insofern ist eine wissenschaftliche Betrachtung der Geräuschemissionen von Windkraftanlagen schwierig.

Externe Links:

Für die Wahrnehmbarkeit von den durch Windenergieanlagen erzeugten Geräusche existieren Grenzwerte für Tag und Nacht, die eingehalten werden müssen. Diese gehen aus der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm) hervor. Überschreitet eine Anlage nachweislich diese Grenzwerte, muss sie bspw. nachts gedrosselt oder abgeschaltet werden.
 
Für neue Typen von Windkraftanlagen existieren genaue Verordnungen, wie deren spezifische Geräuschemission festzustellen ist. Anhand der in diesem Verfahren gewonnen Werte wird im Rahmen der Prüfung eines Bauantrags festgestellt, ob die Einhaltung der Grenzwerte für etwaige umliegende Nachbarn gewährleistet ist oder nicht. Wenn nicht, ist der Bauantrag abzulehnen.
 
Bei modernen Windkraftanlagen spielt dies jedoch an den meisten Standorten kaum eine Rolle, weil diese sehr leise sind und schon in geringem Abstand eine Überschreitung der Geräuschgrenzwerte nicht mehr zu erwarten ist.
 
Einen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnfläche gibt es übrigens nicht, denn mit dem Bauantrag sind ein Schall- und ein Schattengutachten einzureichen. Der Mindestabstand besteht somit darin, dass kein Anwohner über die gesetzlichen Grenzwerte hinaus durch die Anlagen beeinträchtigt werden darf.

 
Geräuschemissionen von Windkraftanlagen - Seite 1 von 2
Weiter zu Seite 2 dieses Kapitels

Noch Fragen?

Im Expertenforum bekommen Sie Antworten auf alle offen gebliebenen Fragen! >> zum Forum

Ansprechpartner

Günter Pulte
In der Trift 41
57399 Kirchhundem
Tel: 02764/76 78
g.pulte@rothaarwind.de

Standort

Website der Stadt Hilchenbach
www.hilchenbach.de

Info

Windparkplanung
in Wolfhagen
>> zur Website

Realisierung