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Aktuelles

Landtagskandidaten diskutieren über Windenergie

 (08.05.2012)
Der Waldbauernverband veranstaltete am 6.5. in der Kreuztaler „Weißen Villa“ eine Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten des Wahlkreises zum Thema „Windenergie in Südwestfalen“
2 WEA im Wald

Fast alle Parteien befürworten den Ausbau der Windenergie in Südwestfalen

Der Vorsitzende des Waldbauernverbandes, Hans-Ulrich Kolb, begrüßte die erschienen Gäste sowie die anwesenden Kandidaten: Johannes Remmel, Umweltminister des Landes NRW, für bündnis 90 – die grünen; Monika Brunert-Jetter für die CDU; Beate Grimm in Vertretung für den SPD-Kandidaten; Guido Müller für die FDP; Dr. Holger Finkernagel für die Linken. Anschließend übergab er das Wort und die Moderation der Veranstaltung an Frau Constance Skodawessely, Windenergieexpertin des Waldbauernverbandes NRW aus Düsseldorf.
„Wie steht Ihre Partei zum weiteren Ausbau der Windenergie in der Region? Welche Ausbauziele verfolgt Ihre Partei?“ Das waren die Kernfragen, um die sich die Statements der Kandidaten und die anschließende Diskussion drehten.
 
Umweltminister Remmel verwies auf die in letzter Zeit getroffenen Entscheidungen seines Hauses und stellte klar, dass dieser Weg weiter beschritten werden soll. NRW habe nach 5 Jahren Planungsstillstand durch schwarz-gelbe Verhinderungspolitik großen Aufholbedarf bei den erneuerbaren Energien. Im Wesentlichen stimmte ihm die Vertreterin der SPD zu, betonte aber die Notwendigkeit eines Konsenses mit allen Bürgern und Verbänden.
Frau Brunert-Jetter (CDU) forderte noch weitergehende Maßnahmen und vertrat den Standpunkt, dass der aktuell geltende Windenergieerlass des Landes viel zu viele Restriktionen enthält. Dies könne und werde man besser machen. Früher habe man der Windenergie kritisch gegenübergestanden, aber „Fukushima hat uns die Augen geöffnet“.
Guido Müller von der FDP äußerte zwar Verständnis für wirtschaftliche Interessen der Waldbesitzer, äußerte aber die Überzeugung, dass die Windkraftnutzung langfristig keinen Sinn in der Region Südwestfalen und Siegen-Wittgenstein mache. Offshore-Standorte seinen wesentlich rentabler und würden „in ein paar Jahren das Rennen machen“. Daher sei Vorsicht geboten. Müller empfahl, sich an zukünftigen hochrentablen offshore-Projekten zu beteiligen. Auf den Einwand aus dem Publikum, offshore-Windstrom sei doch doppelt so teuer und somit unrentabler als onshore-Windstrom, zudem könne man sich an den offshore-Projekten der Energiekonzerne gar nicht beteiligen, ging Müller nicht ein bzw. dementierte dies.
Die Position der Linken zu dem Thema blieb insgesamt unklar. Zwar sei man auch für die umweltfreundliche und bürgernahe Energieerzeugung, befürchte aber negative Auswirkungen auf den Erholungswert des Waldes. Deshalb sein beim Ausbau der Windkraft Vorsicht und Augenmaß geboten. Im Übrigen fordere man die Rückführung der Energiekonzerne in öffentliches Eigentum.
 
Mit Ausnahme der FDP sprachen sich alle Parteien ausdrücklich und wiederholt für die Nutzung der Windenergie in Form von Bürgerwindparks nach Hilchenbacher Vorbild aus. Nur so sei der wirtschaftliche Nutzen in der Region zu halten.
Aus dem Publikum, überwiegend Waldbesitzer, kam wiederholt die Forderung nach einer Vereinfachung und drastischen Verkürzung der viel zu langen Planungsverfahren. Der Vorsitzende einer Waldgenossenschaft äußerte sein Unverständnis darüber, dass man für einen Windpark, der schließlich eine Klimaschutzmaßnahme sei, eine Ausgleichsmaßnahme leisten müsse.
 
Nach einer zwei Stunden bedankte sich Hans-Ulrich Kolb bei den Gästen für die sachliche und konstruktive Diskussion und beendete die Veranstaltung.

 

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