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Politik

Mindestpreis- oder Quotenmodell

Zwei Fördermodelle stehen im Vergleich. Das deutsche Festpreissystem ist der Favorit gegenüber dem Quotenmodell in Italien und Großbritannien.
Eine Windkraftanlage mit Gitterturm hinter zwei Strohballen und vor blauem Himmel.

Festpreis oder Quote: Welches Instrument dient dem Fortschritt der erneuerbaren Energien?

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Der Handel mit dem Defizit zur Quote

In mehr als einem Dutzend europäischer Länder gibt es eine Förderung erneuerbarer Energiegewinnung nach deutschem Vorbild: in Frankreich, Portugal, Österreich, Spanien, Griechenland und den Niederlanden beispielsweise wird der Preis für Energie aus erneuerbaren Quellen gesetzlich geregelt.
 
Eine „Alternative“ sind Quotenmodelle, wie sie beispielsweise in Großbritannien und Italien angewendet werden. Hier legt der Staat fest, wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch des Landes sein soll. Dabei können die Akteure auf dem Energiemarkt die Energie aus regenerativen Quellen entweder selbst produzieren oder sich über ein Zertifikat-System von der Verpflichtung freikaufen. Der Erlös aus den Freikäufen wird dabei an die Inhaber von Zertifikaten ausgeschüttet.
 
Der Preis für die Zertifikate ist nicht festgelegt, sondern richtet sich nach der jeweils aktuellen Bilanz aus der Soll-Menge an Energie aus erneuerbaren Quellen und deren tatsächlichem Angebot. Das Angebot an regenerativer Energie hängt wiederum ab vom aktuellen Ausbaustand und selbstverständlich von den natürlichen Schwankungen beim Energieangebot aus den Quellen Sonne und Wind.

Neun Solaranlagen stehen auf jeweils einem Mast in einer Reihe in der Abend-Dämmerung.

Abenddämmerung für Solarenergie: im Bereich Photovoltaik gibt es kaum Innovationen in den Ländern mit Quotenregelung.

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Das Quotenmodell hat Denkfehler

Das offensichtliche Ziel der Quotenidee war, den Anteil erneuerbarer Energie im Land politisch festlegen zu können und somit den Ausbau exakt zu steuern. Außerdem könnte man erwarten, dass die Energie auf einem Markt ohne staatliche Preisregelung billiger ist.
 
Doch beide genannten Ziele wurde mit dem Quotensystem bei weitem verfehlt, denn die Idee mit der Quote hat zwei entscheidende Denkfehler:
 
1.) Da sich die Preise im Zertifikatsystem nach dem Defizit zwischen Soll- und Ist-Menge erneuerbarer Energie richten, ist es für die Investoren und Finanzierer im Markt der erneuerbaren Energien nicht lukrativ, die gesetzliche Quote zu erreichen. Schließlich würde dies den Verfall der Zertifikatspreise bedeuten.
 
2.) Die schwankenden Zertifikatspreise machen erneuerbare Energie in Ländern mit Quotenmodell risikoreicher. Finanzierer und Versicherer erheben daher erhebliche Risikoaufschläge.
 
Das Ergebnis:
 
Im Quotenland Italien ist der Preis für die Kilowattstunde Windstrom doppelt so hoch wie in Deutschland (Italien: 15,5 Cent, Deutschland: 6,2 - 8,5 Cent). Und auch in Großbritannien ist der Strom aus den Windmühlen trotz des größeren Windangebots auf der Insel um einige Cent teurer als in den Festpreisländern.
 
Der Ausbau der erneuerbaren Energien in den Quotenländern Italien und Großbritannien bleibt außerdem deutlich zurück sowohl hinter den jeweiligen Quoten als auch hinter den Ländern mit Festpreismodell. Großbritannien hatte sich für 2004 eine Quote von 4,3% vorgenommen, erreicht wurden 1,7%. Zeitgleich steuerte der Anteil erneuerbarer Energie am deutschen Stromverbrauch der 6%-Marke entgegen.
 
Negative Auswirkungen gibt es zudem auf den Ausbau der Branche: Heimische Windkrafttechnlogie ist in Großbritannien und Italien so gut wie nicht vorhanden, während die erfolgreichen Impulse für Forschung und Entwicklung die deutsche Windkrafttechnik zu einem Exportschlager gemacht haben.

Der politische und gesetzliche Rahmen der Windenergie

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