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Gesellschaftsform

Die GmbH als Servicegesellschaft der KG

Die GmbH ist die Geschäftsführerin der Kommanditgesellschaft. Eine kurze Einführung in das Wesen der „GmbH & Co. KG“
Windkraftanlage im Kornfeld

Für nachhaltiges Wirtschaften: die Rothaarwind GmbH & Co. KG - Bild: photocase.de

Kapital- und Personengesellschaften

In der deutschen Wirtschaft werden Gesellschaften in Personen- und Kapitalgesellschaften unterteilt . Einer der Hauptunterschiede zwischen diesen beiden Gesellschaftsformen liegt in der Frage der Haftung.
 
Bei den Kapitalgesellschaften wie der „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ (GmbH) oder der „Aktiengesellschaft“ (AG) haftet die Gesellschaft nur mit ihrem eigenen Kapital, im Falle der GmbH also mit dem Stammkapital, das mindestens 25.000 Euro beträgt. Nur grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz bilden Ausnahmen für die Haftungsbeschränkung.
 
Bei den Personengesellschaften wie der „Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ (GbR) oder der „Offenen Handelgesellschaft“ (OHG) haften die Gesellschafter mit ihrem gesamten privaten Vermögen.
 
Die „Kommanditgesellschaft“ (KG) gehört auch zu den Personengesellschaften, bildet aber einen Sonderfall: Bei ihr wird unterschieden zwischen den Komplementären und den Kommanditisten der KG.
 
Der Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin einer Kommanditgesellschaft wird als "Komplementär(in)" bezeichnet . Diese(r) haftet für die KG mit ihrem/seinem gesamten Vermögen. Die Kommandisten dagegen haften nur mit ihrer in das Handelsregister eingetragenen Einlage und nicht mit privatem Vermögen. Der Umfang ihrer Mitbestimmung an Entscheidungen des Unternehmens ist im Gesellschaftsvertrag geregelt. Das „Tagesgeschäft“ erledigt oder erledigen der Komplementär oder die Komplementäre.

Für den Fall der Fälle: Haftung optimal geregelt

Die Rolle des Komplementärs einer KG könnte angesichts der Haftungsfrage als eine undankbare Aufgabe angesehen werden. Aus diesem Grund gibt es die GmbH & Co. KG.
 
Bei einer GmbH & Co. KG agiert eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung – die GmbH – als die Komplementärin der Kommanditgesellschaft. Die Geschäftsführerin der GmbH & Co KG ist also eine GmbH, und nicht etwa eine natürliche Person. Die GmbH haftet mit ihrem gesamten Vermögen für die Kommanditgesellschaft – das Vermögen der GmbH besteht aber stets "nur" aus dem Stammkapital sowie evtl. aus weiteren Vermögenswerten der GmbH, sodass die Haftungsfrage optimal geklärt ist und keine natürlichen Personen das gesamte Risiko tragen müssen.
 
Kapitalgesellschaften sind eigenständige juristische Personen, d.h. die Gesellschaft selbst ist unter ihrem Gesellschaftsnamen geschäftsfähig und juristisch handlungsfähig. Im Gegensatz dazu sind die Personengesellschaften keine juristischen Personen und geschäftsfähig sind nur die an der Gesellschaft beteiligten Personen. Aus diesem Grund ist eine GmbH in der Lage, die Komplementärin einer Kommanditgesellschaft zu sein.

Die GmbH: die „Servicegesellschaft“

Da die Gesellschaft mit beschränkter Haftung sich um das Tagesgeschäft der Kommanditgesellschaft kümmert, kann man sie als die Dienstleisterin der KG ansehen. Sie kümmert sich um die täglichen Abläufe und die Organisation, erledigt die Buchhaltung und trifft die Entscheidungen des alltäglichen Geschäfts.
 
Die Kommanditisten der KG brauchen sich weiter um nichts zu kümmern, werden an wichtigen Unternehmensentscheidungen beteiligt und haben ein im Gesellschaftsvertrag geregeltes Kontrollrecht gegenüber der Komplementärin, also der GmbH.

 

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